Dolce far niente

August Sun
God of the idle heat, in this glaring road
you dominate all.
And over the green fields wilted down
under your blaze, these
thirsty unruly plants grow a jungle domesticity
to protect their fruit.
Of all hidden things, I sing, waiting
for evening’s grace.

Oakland (Californië), de geboorteplaats van Robert Duncan
De Duitse dichter en schrijver Wolf Wondratschek werd geboren op 14 augustus 1943 in Rudolstadt. Zie ook alle tags voor Wolf Wondratscheck op dit blog.
Uit: Selbstbild mit russischem Klavier
„Im Kaffeehaus. Alle Tische besetzt. Alle Witze erzählt. Alle Zeitungen gelesen. Fremde und einheimische. Die Kellner tanzen. Die Luft eine brennende Zigarre. An meinem Tisch ein Russe, ein Klavierspieler in jungen Jahren, eine vergessene Berühmtheit. Er hat sich abgefunden. Moskau, London, Wien. Alle Entfernungen zusammengefasst in der Zeile eines Gedichts, alle Räume eingeschmolzen in Rätsel. Ich habe es versucht, Verklärung bei klarem Verstand, bin aber gescheitert. Am Ende sind es Hotelzimmer, an die man sich erinnert, mehr als an Konzerte. Ein zu fester Händedruck. Schöne Frauen, die anklopfen und sich, weil sie sich getäuscht haben, entschuldigen. Ein Koffer mit kaputtem Schloss. Der Eiffelturm im Nebel, da war zwei Tage lang nichts zu sehen. Und natürlich hat man es gewusst: Die Kunst kann nichts dafür, dass sie nichts kann. Unbegreiflich, wie nutzlos ein Mensch werden kann, ein Mensch wie ich, der am Ende in eine Gedächtnislücke passt, ohne Schuhe, ohne Traum. Seine rechte Hand, seine Pranke einst, spielt mit einer Zigarette, die zu rauchen ihm von den Ärzten unter-sagt ist. Das Herz. Er hat es schriftlich. Sie werden sterben. Das ist es, antwortet er, was ich mir wünsche. Und keine Musik, keine Note. Kirchenglocken, ja, wie sie geklungen haben in den Dörfern meiner Heimat, der meiner Großeltern, meiner Tanten und Onkel. Sommerferien, ich erinnere mich, lange kurze Wochen. Höhlen, in die ich mich keinen Schritt hineintraute. Hühner, die in den Händen ausblute-ten. Das Warten auf Gewitter. Zweige sammeln für ein Feuer, was natürlich verboten war, den Mann, der vorbeigeritten kam, aber nicht störte; er war ganz in das Lied, das er sang, vertieft. Man musste nicht brav sein, durfte lange aufbleiben und den Geschichten zuhören, die sich Erwachsene erzählten. Irgendwer trug einen, wenn man, den Geschmack süßer Wald-beeren noch auf der Zunge, eingeschlafen war, ins Bett. Leben im Glück! Barfuß im Schlamm stehen. Von Bäumen ins Weiche fallen. Und wieder hoch-klettern. Noch einmal und noch einmal, nicht auf-hören! Da waren Frauen, junge, kräftige Frauen bei der Arbeit auf den Feldern, die anzuschauen ich mich schämte. Wie alt war ich, dass ich Gedanken bekam, die nicht die eines Kindes waren? Ach ja, schon riefen mich andere, freche, rotbackige Mädchen, die sich versteckt hatten! Ich sammelte, was ich fand, warf es wieder weg, trottete weiter. Herden von Schafen. Wagenspuren im Sand.“
Vluchtelingen zijn we
“Een ongelijk paar, beiden
koud genoeg voor het koudste onheil
tegenstanders die geen tweede kans afwachten
zulke tegenstanders doen nooit een stap terug
en blijven toch onbereikbaar voor elkaar, zelfs in hun zwijgen
waarin wat ooit vuur was en liefdesgeluk
uitgloeit tot as
En zoals op gezichten van doden
zie je hun laatste verwondering koud worden
vluchtelingen zijn we, die zich vastklampen
reizigers door lege kamers
Onverschillig snikken de violen nog altijd
Stervenden smeken om dollarbiljetten”
Vertaald door Frans Roumen

Zie voor nog meer schrijvers van de 14e augustus ook mijn blog van 14 augustus 2020 en eveneens mijn blog van 14 augustus 2018 en ook mijn blog van 14 augustus 2016 deel 1 en ook deel 2.